Gemeinde, Heimatverein, Schule und Volksbank haben sich zusammengetan um das Leben und Schaffen des bekanntesten Losheimer Kunstmalers in Erinnerung zu halten.

Bernd Mayer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, war begeistert von der gemeinsamen Zusammenarbeit und den tollen Arbeiten die im Rahmen des Kunstprojektes in der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule entstanden sind.

Losheim. Am 22. Mai 2016 jährte sich der Geburtstag des in Losheim geborenen Kunstmalers Otto von Pidoll zu Quintenbach zum 108. Mal. Vor acht Jahren wurde in Erinnerung an ihn, der als der bekannteste Kunstmaler Losheims gilt, auf Anregung des Heimatvereins Losheim durch die Volksbank Untere Saar der Otto von Pidoll Kunstpreis gestiftet. Diese Auszeichnung wird seitdem an künstlerisch besonders begabte Schüler der Peter Dewes Gemeinschaftsschule verliehen. Nach dem Motto, Gutes noch besser machen, entstand die Idee, in der Peter-Dewes-Gemeinschaftssschule ein „Otto von Pidoll Kunstprojekt“ ins Leben zu rufen. Ziel war es, dass sich möglichst viele junge Menschen mit dem Künstler und seinem Lebenswerk befassen. Schulleiter Gerd Bermann gewann spontan die beiden Kunsterzieherinnen Frau Schmitt-Peter und Frau Stark für die Idee, auch Fritz Gasper befasste sich in seinen Unterrichtsstunden mit dem Losheimer Künstler. Bürgermeister Lothar Christ, der Heimatverein, vertreten durch Herrn Hubert Schommer und auch die Volksbank Untere Saar sagten jegliche Unterstützung zu.  Im Kunstunterricht standen Themen im Mittelpunkt, die an den Kunstmaler erinnerten. Otto von Pidoll malte Losheim, wie er es sah. Heute bestimmen Windräder Ansichten auf Losheim. Dies sollte in Bildern thematisiert werden, wobei keine Wertung stattfinden sollte, es sollte zum Ausdruck gebracht werden wie man sie im Landschaftsbild empfindet. Den Abschluss des Otto von Pidoll Kunstprojektes bildete die Ausstellungseröffnung mit Preisübergabe in den Räumlichkeiten der Volksbank, zu der die Gemeinde, der Heimatverein, die Schule und die Bank einluden.

Vorstandsvorsitzender Bernd Mayer und Geschäftsstellenleiter Torsten Kuhn konnten viele Gäste im Schalterbereich der Volksbank begrüßen, auch einen Sohn des Otto von Pidoll, Herrn Franz-Josef von Pidoll mit Gattin.

Ein herzlicher Willkommensgruß galt Bürgermeister Lothar Christ, Hubert Schommer, Gerd Bermann, den Projektverantwortlichen und natürlich den ausstellenden Nachwuchskünstlern und deren Familien. Bei der Schulband, die unter Leitung von Jochen Philippi der Veranstaltung einen gelungenen musikalischen Rahmen gab, bedankte er sich. Mayer erklärte, dass die Volksbank sehr gerne den Rahmen für die Vergabe des Kunstpreises und ihre Räumlichkeiten als Ausstellungsfläche zur Verfügung stelle. Die Werke von Otto von Pidoll seien nicht nur Kunst, sondern auch Dokumentation der Losheimer Geschichte. Bürgermeister Lothar Christ sprach in seinem Grußwort von Kunst als einer besonderen Form der Kommunikation, sie sei zugleich eine Bereicherung des Lebens und auch ein Spiegelbild der Entwicklung der Gesellschaft. Das Kunstprojekt in der Peter Dewes Gemeinschaftsschule stelle eine Talentförderung dar, die die Kreativität fördere.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Herr Hubert Schommer gab einen kurzen Rückblick auf das Leben des Malers, den er einen der größten deutschen Landschaftsmaler seiner Zeit nannte. Nach seiner Lehre als Anstreicher und Maler sei er auf Wanderschaft gegangen und habe dabei viele Maler und Künstler seiner Zeit kennengelernt und sich in vielerlei Kursen und Lehrgängen, unter anderem auch als Kirchenmaler und Restaurateur, weitergebildet. Nach seinen „Wanderjahren“ kehrte er nach Losheim zurück und widmete sich vorwiegend der Malerei. Seine Werke seien weithin verbreitet.

Die ausgestellten Arbeiten wurden von Judith Lauck und Maurice Endres fachkundig vorgestellt. Fritz Gasper stellte das Stilleben des drittplatzierten Mehmet Cöpoglu vor. Mehmet´s Stilleben überzeugte die Jury u.a. durch eine sehr gelungene Darstellung der Dreidimensionalität des Bildmotivs.

Schulleiter Bermann stellte die Arbeiten von Judith Lauck und Maurice Endres vor. Beide arbeiten schon seit Jahren auf sehr hohem Niveau, eine Differenzierung hinsichtlich Platz 1 und Platz 2 wollte die Jury nicht vornehmen. Es wurden somit zwei erste Preise vergeben.

Judith überzeugte in ihren Bildern mit besonderem zeichnerischen Talent wobei sie auch sehr versiert im Umgang mit Farbe ist. Ihre stetige Weiterentwicklung und auch die Fähigkeit sich in neue künstlerische Techniken einzuarbeiten überzeugten die Jury.   

Den zweiten ersten Preis erhielt Maurice Endres, der das Thema Windräder expressionistisch verarbeitet hatte. Der Focus seines Schaffens geht in besonderer Weise über das Beherrschen künstlerischer Darstellungstechniken hinaus. In seinen Arbeiten will er nicht nur technisch überzeugen, er sucht auch bewusst nach kreativer Herausforderung, künstlerischem Ausdruck und inhaltlicher Botschaft,  die er dem Betrachter kommunizieren will. Die drei Preisträger erhielten je eine Urkunde und einen Geldpreis, gestiftet von der Volksbank. Alle ausstellenden Künstler erhielten vom Heimatverein eine Broschüre von Otto von Pidoll.

Gäste, Künstler und Förderer von Otto von Pidoll waren sich einig, diese Kooperation soll auf jeden Fall fortgeführt werden.

Die ausgestellten Bilder können in der Hauptstelle der Volksbank, in der Trierer Straße 1 in Losheim am See, während der Öffnungszeiten besichtigt werden.

Bilder der 3 Sieger

Weitere Impressionen